Delta X Verlag

Sachbücher zu Gesundheit, Psychologie, Politik & Gesellschaft

Kluge Muskeln Wie Muskeln Ihre Gesundheit fördern und Sie um 20 Jahre verjüngen. Das heitere Gesundheitsbuch

Muskelgesundheit und Anti-Aging

 

Andreas Stippler & Norbert Regitnig-Tillian

Kluge Muskeln

Wie Muskeln Ihre Gesundheit fördern und Sie um 20 Jahre verjüngen.

Softcover 17,90 €
📖 172 Seiten
🔢 ISBN: 978-3-903229-00-6
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Inhaltsverzeichnis
Orange Kapitel sind in der Leseprobe enthalten – antippen zum Springen.
Botenstoffe, bitte melden!23
Muskeln und der „Spiritus animalis“29
Romeo und Julia im Muskeltheater36
Wir Steinzeitmenschen: Die Entstehung von Bauch, Bein & Po46
Oma trainiert jetzt Kraft – Muskelschwund ist heilbar55
WIE KLUGE MUSKELN DIE GESUNDHEIT FÖRDERN …
Mehr Muskelkraft ist gut fürs Herz67
Lungen lieben starke Muskeln!73
Muskelkraft senkt Krebsrisiko75
Klüger werden! Muskeln düngen das Gehirn81
Muskelkraft gegen Stress und schlechte Stimmung87
Starke Muskeln fördern harte Knochen91
Die Kraftkammer als beste Diät97
Mit Muskelkraft gegen Diabetes103
Muskelbewegung als Anti-Aging-Creme105
Wie Muskeln Gelenksschmerzen besiegen109
Verspannungen: Wenn sich „beleidigte Muskelmusiker“ beschweren115
Bandscheiben- oder Muskelschmerz – das ist hier die Frage119
WIE MAN KLUGE MUSKELN IN BEWEGUNG BRINGT …
„No sports“ – sagt der innere Schweinehund129
Bewegung? Allzu viel ist ungesund – zu wenig auch135
Kraft und Ausdauer gibt es auf Rezept: Die Medizinische Trainingstherapie143
Kluge Muskelspieler149
Fazit: Kluge Muskeln sind das Ziel163
Lob des klugen Muskels
Aus dem Buch

Eigentlich wären sie ja nicht zu übersehen. Muskeln sind in Summe das größte Organ des Körpers. Rund 40 Prozent des Körpers bestehen aus Muskeln. Sie geben dem Körper die Form, halten ihn in Balance und sorgen für Bewegung.

Muskeln können ausdauernd, kräftig und feinfühlig sein. Sie lassen einen mit unglaublicher Spontankraft vor Gefahren flüchten, hundert Meter unter zehn Sekunden laufen oder feinste Bewegungen ausführen – beispielsweise beim Spielen eines Klavierkonzertes oder schon beim Runzeln der Stirn. Ihre Kraft und Ausdauer ist dafür verantwortlich, dass man 1000 Meter senkrecht durch eine Bergwand klettern oder mit Bällen auf einem Seil jonglierend über einen Abgrund tänzeln kann.

In den Muskeln steckt ein unglaubliches Potenzial. Sie sind kluge Bewegungsermöglicher, Fettverbrennungskraftwerke und körpereigene Hausapotheke in einem. Sie sind formbar und vergrößerbar. Wer seinen Muskeln jene Aufmerksamkeit schenkt, die ihnen zusteht, kann seine Leistungsfähigkeit vergrößern und Entscheidendes für seine Gesundheit tun.

Muskeln lieben die Bewegung und können mit Reizen ungemein kreativ umgehen. Muskeln sind hervorragende Teamplayer. Sie arbeiten gemeinsam und übernehmen genau definierte Aufgaben. Vernachlässigt man sie aber, sind sie scheu wie Rehe und sensibel wie Mimosen. Sie ziehen sich zurück und verabschieden sich beleidigt von der Bildfläche. Sie verlieren ihre Kraft und ihre Ausdauer. Sie korrespondieren nicht mehr mit dem Körper und den anderen Organen wie Herz, Leber, Lunge, Niere, Gehirn. Sie produzieren keine Botenstoffe mehr, die für den Körper oft überlebensnotwendig sind. Vernachlässigte Muskeln sind der Niedergang für den Körper. Man sollte sich mit ihnen gut stellen und sie nicht ignorieren.

Die Muskulatur, das unterschätzte Organ
Aus dem Buch

Früher haben ja einige über die Muskeln gelacht. Wer kräftige Muskeln hat, hat nichts im Kopf. Das ist natürlich ein krasses Fehlurteil. Muskeln machen nicht dumm. Im Gegenteil: Heute weiß die Medizin eines: Muskeln helfen, gesund und klug zu werden und gesund und klug zu bleiben. Und zwar bis ins hohe Alter. Wenn wir über ein kräftiges Muskelkorsett verfügen, dann haben wir PS-starke Gesundheitsmotoren, die uns biologisch verjüngen und gesund älter werden lassen.

Noch wirken die Zeiten aber nach, wo das Image der Muskeln noch ein wenig ramponiert gewesen war.

Unser Bild war davon geprägt, dass Muskeln zwar gut formbare und trainierbare „Zugmaschinen“ sind, die Befehle des Gehirns ausführen, den Knochenapparat bewegen – und bei Überbeanspruchung übersäuern. In der Hitliste der Organe, angeführt von Hirn und Herz, stand der Muskel aber eher unter „ferner liefen“. Heute weiß die Medizin, dass es die komplexen biochemischen Vorgänge in den Muskeln sind, die in vielen Fällen den Schlüssel zum Verständnis der gesundheitsfördernden Wirkung der Bewegung darstellen.

Das heißt: Wenn wir von Gesundheit und Bewegung reden, sollten wir einen Fokus auf die Muskeln legen.

Mehr als 650 Muskeln umspannen das Skelett des Menschen.

Jeder einzelne Muskel ist dabei ein Kraftpaket, das sich über Knochen und Gelenke erstreckt. Geschickt mittels Sehnen an den Knochen verankert, sorgen die Muskeln für Bewegung.

Bizeps und Trizeps bewegen Ober- und Unterarm, der Gesäßmuskel, der sich um das Becken wölbt, sorgt für den aufrechten Gang; die zehn verschiedenen Muskeln, die Schien- und Wadenbein ummanteln, bringen den Fuß in Bewegung. Gemeinsam machen die Muskeln bei Männern mehr als 40 Prozent ihres Körpergewichtes aus, bei Frauen mehr als 30 Prozent.

Nicht immer wissen wir, dass es Muskeln sind, wenn wir an bestimmte Körperteile denken. Die Zunge ist ein Muskel, das Herz sowieso. Muskelgewebe spezieller Art umhüllt aber ebenso den Magen, den Darm, die Blase und die Gefäße. Im Auge sorgt ein Muskel dafür, dass sich unsere Pupille weitet oder verengt. Im Innenohr zieht sich ein nur millimetergroßer Muskel bei großem Lärm zusammen und schützt so das Trommelfell vor großen Schäden.

Forscher studieren die Muskeln schon seit Jahrtausenden. Versuchten die ersten Mediziner zuerst überhaupt zu ergründen, warum sich Muskeln bewegen, so sind die heutigen Mikrobiologen dabei, zu enträtseln, wie die Gene das Muskelwachstum steuern und wie der Stoffwechsel funktioniert. Und je mehr sie sich damit beschäftigen, umso mehr gelangen sie zur Ansicht, dass Muskeln viel mehr sind als nur biomechanische Maschinen, die, gesteuert vom „mächtigen“ Gehirn, nichts anderes tun, als Befehle auszuführen und den Kommandos des Denkorganes zu folgen. Denn die Muskulatur kann mehr als nur auf Bewegungsimpulse aus dem Gehirn zu warten und diese dann mehr oder weniger präzise auszuführen. Forscher entdeckten, dass Muskeln auch über ein eigenes Kommunikationssystem verfügen, mit dem sie direkt auf andere Organe Einfluss nehmen können. Das Gehirn bleibt dabei außen vor oder besser noch: auch das Gehirn bekommt durch die Muskeln Informationen übermittelt, die direkt und indirekt seine Denkleistung positiv beeinflussen und zur Hebung der Stimmung beitragen können. Wer seine Muskeln aufbaut und bewegt, ist also nicht dümmer, sondern ganz im Gegenteil sogar klüger! Die dafür notwendigen Signalstoffe werden von den Muskeln in Bewegung freigesetzt. Damit kommunizieren sie etwa auch mit den Knochen und Gelenken, dem Fettgewebe, dem Gehirn, der Bauchspeicheldrüse, der Leber oder mit dem Immunsystem.

Mittlerweile ist eine derart verblüffende Vielzahl an Prozessen bekannt, die durch die Muskeln beeinflusst werden, dass Experten die Muskulatur als eines der komplexesten Organsysteme nach dem Gehirn bezeichnen. Jedenfalls kann man eines sagen: Die Muskulatur ist ein unterschätztes Organ. In ihr und durch sie entsteht Bewegung. Und wenn man bisher von den Vorteilen der Bewegung sprach, von „Bewegung ist gesund“, dann könnte man jetzt präziser sagen: „Muskelbewegung/Muskelkräftigung ist gesund“. Denn in diesen Kraftpaketen liegt das Geheimnis der gesundheitsfördernden Bewegung.

Das Problem dabei: Die so positiv erscheinenden Geschenke der Muskulatur werden viel zu wenig in Anspruch genommen. Denn wir leben heute in einer „Sitzgesellschaft“, wo Muskeln vielen erst auffallen, wenn sie sich verspannen, verkürzen und verkümmern …

Kluge Muskeln und die Sitzgesellschaft (Anfang)
Aus dem Buch

Kennen Sie das? In der Früh ein paar Schritte vom Bett zum Bad und zum Kaffeeautomaten in der Küche. Dann raus aus der Wohnung und mit dem Lift zum Auto in die Tiefgarage. Einsteigen, hinsetzen, losfahren zur Arbeit. Einparken in der Tiefgarage am Arbeitsplatz. Mit dem Lift hinauf ins Büro. Sich am Arbeitsplatz hinsetzen, Computer einschalten. Mittags mit dem Lift in die Kantine. Eine Kleinigkeit essen, am Mittagstisch sitzen. Wieder mit dem Lift ins Büro. Ein paar Schritte ins Besprechungszimmer. Nach der Sitzung wieder zurück an den Arbeitsplatz. Wieder hinsetzen. Überstunden, Stress. Abends mit dem Lift in die Tiefgarage zum Auto. Nach Hause fahren. Hinauf mit dem Lift in die Wohnung. Zusperren. Durchatmen. Sich eine Kleinigkeit zum Essen machen. Dann auf die Couch fallen, den Fernseher einschalten und einschlafen …

Für viele Erwachsene ist es heute oft gar nicht mehr so leicht, im Alltag Bewegung einzubauen. Wir leben heute in einer Gesellschaft, in der aktive Muskelbewegung zur Ausnahme geworden ist. Der „Homo sedens“, der „sitzende Mensch“ zählt in der Wissensgesellschaft zum Normalfall. Dabei wurde langes Sitzen von unseren Ahnen geradezu noch als eine Strafe empfunden! Frühe Herrscher mussten regelrecht an ihren Thron „gekettet“ werden, damit sie in Ruhe verharren und nicht aufspringen und davonlaufen. Und wenn man an das Wort „Einsitzen“ für das Abbüßen einer Gefängnisstrafe denkt, dann hat sich der negative Beigeschmack des ständigen Sitzens auch heute noch erhalten.

Heute ist Sitzen Normalität. Studien zeigen, dass Büroangestellte im Extremfall nur noch 70 bis 300 Meter am Tag gehen. Rund die Hälfte aller Berufstätigen in Industrieländern hat aber mittlerweile einen Schreibtischjob. Sie kommen auf eine tägliche Sitzzeit – in Arbeit und Freizeit – von elf Stunden und mehr. Im Extremfall, so hat eine Studie aus Australien gezeigt, kommt die bewegungsärmste Gruppe auf 21,8 Stunden pro Tag in Sesseln, Sofas, Stühlen oder Betten.

… weiter im Buch.

Muskelgesundheit und Anti-Aging: Wie Muskeln Ihre Gesundheit fördern und Sie verjüngen

In “Kluge Muskeln – Wie Muskeln Ihre Gesundheit fördern und Sie um 20 Jahre verjüngen” nehmen Dr. Andreas Stippler und Norbert Regitnig-Tillian Sie mit auf eine faszinierende Reise durch die Welt der Muskelgesundheit und Anti-Aging. Denn: Unsere Muskeln sind weit mehr als nur Bewegungshelfer – sie sind zentrale Akteure in der Gesundheitsförderung und im Anti-Aging-Prozess.

Die Rolle der Muskeln in unserer Gesundheit

In unserer modernen “Sitzgesellschaft” lauern zahlreiche Gesundheitsrisiken, die durch Bewegungsmangel verstärkt werden. Der menschliche Körper, der evolutionär für ein aktives Leben geschaffen wurde, leidet unter Bewegungsmangel. Dies führt zu Muskelabbau und damit einhergehenden Gesundheitsproblemen.

Unsere Muskeln sind jedoch viel mehr als nur Stellmotoren der Bewegung. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil unseres Hormon- und Stoffwechselsystems. Durch gezieltes Muskeltraining können Sie das größte Hormon- und Fettverbrennungsorgan des Körpers aktivieren und Ihre biologische Uhr um Jahrzehnte zurückdrehen.

Selbstheilungskräfte und Schutz vor Krankheiten

Muskelbewegungen setzen Botenstoffe frei, sogenannte Myokine. Diese sind an zahlreichen Stoffwechsel- und Entzündungsprozessen beteiligt und werden intensiv auf ihre möglichen gesundheitlichen Effekte untersucht. Regelmäßige Muskelaktivität kann damit einen wichtigen Beitrag zu Stoffwechselgesundheit, körperlicher Leistungsfähigkeit und gesundem Altern leisten.

Die Herausforderung: Muskelgesundheit und Anti-Aging durch richtiges Training

Ein einfacher Spaziergang reicht jedoch nicht aus, um die Muskel-Benefits voll auszuschöpfen. Muskeln brauchen gezielte Belastungsreize, um Kraft und Leistungsfähigkeit zu erhalten oder aufzubauen. In unserer stressigen Sitzgesellschaft bleibt oft wenig Zeit für gezielte Muskelbewegung, was zu Muskelschwund führen kann. Es ist daher sinnvoll, frühzeitig mit Muskelkräftigung zu beginnen und das Training an den individuellen Gesundheitszustand anzupassen.

Vorsorge für das Alter

Kräftige Muskeln sind essenziell, um Mobilität und Eigenständigkeit im Alter zu erhalten. Selbst im hohen Alter können Muskeln auf Training reagieren. Es ist nie zu spät, damit zu beginnen und das Gesundheitspotenzial der Muskulatur zu nutzen. Die Autoren geben wertvolle Tipps, wie man den “inneren Schweinehund” überwindet und sich für regelmäßiges Training motiviert. Wie gezieltes Krafttraining Sarkopenie – den altersbedingten Muskelabbau – wirksam stoppen kann, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber zu Muskeltraining ab 50.

Erfahren Sie mehr über die faszinierende Welt der Muskeln und wie Sie Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden durch gezieltes Muskeltraining verbessern können.

Zum Autor: Dr. Andreas Stippler

Zum Autor: Norbert Regitnig-Tillian

Dr. Andreas Stippler: Warum Muskeltraining Ihre Gesundheit fördert und Sie um 20 Jahre verjüngt

▶ Video mit Dr. Andreas Stippler auf YouTube ansehen

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