befreiung aus narzisstischem Missbrauch

Astrid Bartolot-Zips

Ich genüge!

Befreiung von emotionalem und narzisstischem Missbrauch durch (Selbst-)Hypnosetechniken.

Mit Yager-Code und Klicker-Transformationshypnose

252 Seiten, Delta X Verlag, ISBN: 978-3-903229-29-7

Preis: 27 Euro.    In den Warenkorb

“Ich genüge” beschäftigt sich mit der psychotherapeutischen Hilfe zur Selbsthilfe bei emotionalem und narzisstischem Missbrauch in Beruf und Partnerschaft. Betroffene berichten oft über lange Leidensgeschichten, die nicht selten mit Ängsten, dem Gefühl der Selbstwertlosigkeit sowie einschneidenden Erlebnissen in jungen Jahren zusammenhängen. Wie aber weiter machen? Wie die Beziehung(en) verbessern? Oder ist Trennung der beste Weg? In „Ich genüge!“ zeigt Astrid Bartolot-Zips, wie moderne Techniken der Hypnose und Selbsthypnose helfen können, schneller kreative Lösungswege zu finden. Die Erfahrung stimmt dabei optimistisch: Im Vergleich zur reinen Gesprächstherapie berichtet Bartolot-Zips von „wahren Turbo-Effekten“. Sowohl mit der von ihr entwickelten „Klicker-Transformationshypnose“ als auch mit dem „Yager-Code“ können negative Glaubensgrundsätze („Ich bin wertlos“, „Ich-bin-nicht-(gut)-genug“) schnell und nachhaltig korrigiert werden. Der Lohn für diese Mühe? – Es können sich „Superkräfte“ und „Superkompetenzen“ für das weitere Leben entwickeln. Mit vielen Selbsttests, Tipps und Tricks für die Selbstanwendung.

Einleitung zu “Ich genüge”: 

Zum Anliegen dieses Buches

Dieses Buch beschäftigt sich mit neuen Ansätzen für die Psychotherapie, speziell im Bereich der Hypnose. Es könnte auch heißen „Alles, von dem ich gerne hätte, dass meine Patienten und Patientinnen es wissen und verstehen“. Dies bezieht sich einerseits auf die Techniken, mit denen ich bevorzugt arbeite, andererseits aber auch auf Fragestellungen des Selbstwertgefühls, die ich oft im Hintergrund der vorgestellten Symptom-Problematik in der Psychotherapie sehe.

Die Geschichte begann im Herbst 2014: „Elektrisiert“ hat mich damals ein E-Mail, das über eine Seminarveranstaltung zu einer „Subliminaltherapie nach Edwin Yager“ informierte. Mit etwas Vorstellung darüber, wie diese Methode genau funktionieren könnte, flog ich in Begleitung meines Mannes nach Berlin (der sich dort ein Fußballmatch ansehen wollte). Ich hatte mir davor natürlich etliche verfügbare Therapie-Videos von Dr. Edwin Yager angesehen und war von dessen Ruhe und Präsenz sowie der Neuartigkeit seines Ansatzes fasziniert.

Meine Erwartungen wurden in keiner Weise enttäuscht. Abgesehen davon, dass die von Dr. Norbert Preetz organisierte Seminarveranstaltung außerordentlich professionell aufgezogen war (Simultan-Dolmetsch-Team), mit der Möglichkeit, via Kopfhörer zwischen Original-Englisch und Übersetzungs-Deutsch zu wechseln, fand ich die Hypnose-Arbeit Yagers sehr beeindruckend.

Während also mein Mann in Berlin Museen besuchte, ein bisschen shoppte und auf den Rängen bei dem Fußballmatch sehr frieren musste, kam ich im Rahmen dieses Seminars erstmals in den Kontakt mit unbewussten (bzw. über-bewussten) seelischen Heilkräften, die jenseits der Sprache psychotherapeutisch wirken können – dem „Yager-Code“.

Obwohl ich mich als „schnelle Lernerin“ betrachten würde, muss ich rückblickend sagen, dass ich den Yager-Code in der ersten Zeit meiner eigenen Anwendungen noch nicht ganz verstanden hatte. Der Paradigmenwechsel war zu radikal. Anstatt auf Bewusstwerdung und Verstandesleistung setzt diese Therapiemethode nämlich auf die Heilkräfte einer intuitiven Intelligenz, die jedem Menschen eigen ist. Eine Art „innerer Heiler“ oder „innere Heilerin“, dessen/deren inhaltliche Vorgehensweise nicht verstanden werden muss – ja, nicht einmal verstanden werden kann –, bietet den Zugang zur eigenen Psyche. Die Arbeit besteht in einer Art Kommunikation zwischen dieser intuitiven Intelligenz und verletzten inneren Anteilen, die sich durch negative Erfahrungen abgespeichert haben.

In den 6 Jahren meiner bisherigen Arbeit mit dem Yager-Code konnte ich meine Erfolge mit der Methode stetig steigern. Staunend nahm ich eines wahr: Je radikaler wir die innerpsychische Arbeit dem „inneren Heiler“ überlassen, umso besser. Dies war der Punkt, für den sich mein Verständnis erst entwickeln musste. Wie man diese Arbeit auch entgegen etwaiger unbewusster Selbstsabotage anleitet, werde ich in diesem Buch darstellen.

Und auch, wie man für sich selbst damit arbeiten kann. Besonders wichtig ist hierbei die Überzeugung, dass Therapeut(inn)en (bzw. der bewusste Verstand) den persönlichen Heilungsweg nicht wissen, kennen und verstehen können – unser „innerer Heiler“ hingegen genau weiß, was zu tun ist, um verletzte innere Anteile zu sanieren (entstanden etwa durch Traumata) und Symptome zu heilen.

Da ich eine besondere Freude damit habe, in der Psychotherapie einen reichen Methodenkoffer zur Verfügung zu haben, entwickelte ich 2018 noch eine eigene Anwendungsform der Hypnose („Klicker-Transformations-Hypnose“), die mehr mit erkenntnismäßiger Aufdeckung und Bewusstwerdung arbeitet. Ich sehe die beiden Methoden als einander ergänzend, und vor allem bringen sie Variationen in den therapeutischen Prozess, die oft sehr wichtig sind.

Vor allem kann ich sie dafür einsetzen, um meinen Patienten und Patientinnen dabei zu helfen, ihre gesunde Selbstwertschätzung zu stärken.

Als klinische Psychologin und Psychotherapeutin bin ich mit allen möglichen Fragestellungen befasst. Bei Ängsten, Depressionen, Süchten oder psychosomatischen Erkrankungen findet sich im Hintergrund öfters eine zu schwach ausgeprägte Selbstfürsorge als Mit-Ursache. Nicht selten ist diese durch emotional-narzisstischen Missbrauch verloren gegangen. Dieser kann oft vor langer Zeit passiert sein: in der Familie, Schule, Peergroup – oder auch in einer früheren Paarbeziehung. Diese Beziehungs- und Bindungstraumata wirken auf das spätere Leben nach. Sie können zu innerer Unruhe führen und unser autonomes, unwillkürliches Nervensystem in einen Alarmzustand versetzen. Ständiges Gedankenkreisen, Unruhe und Schlaflosigkeit sind die möglichen Folgen. Wenn wir nur an der Oberfläche der offensichtlichen Beschwerdebilder herumkratzen, würden wir möglicherweise wichtige Hintergründe (z. B. Bindungstraumata) übersehen.

In meiner therapeutischen Arbeit widme ich mich daher häufig dem Themenkomplex des „Nicht-Genug-Seins“ – und der Korrektur der damit verbundenen negativen Glaubenssätze über sich selbst. Dafür habe ich auch die Klicker-Transformations-Hypnose entwickelt. Mit dieser Hypnosetechnik können geschockte und verletzte Ich-Anteile (also Bestandteile der eigenen Geschichte, die wir dennoch als einen Teil unserer Persönlichkeit betrachten müssen) behandelt und wieder in die Gesamtheit der Psyche integriert werden. Immer wieder gelingt es dabei, in tief unbewusste Bereiche vorzustoßen, was mit einer reinen Gesprächstherapie hingegen nicht möglich wäre.

Es erfüllt mich mit großer Freude, wenn ich meinen, oft hochsensiblen, Patient(inn)en vermitteln kann, dass sie an ihren Symptomen nicht „schuld“ sind. Es handelt sich nicht um persönliches Versagen oder Schwäche. Im Gegenteil: Ihr hoch intuitives und enorm lernfähiges Kinder-Ich hat – oft vor langen Zeiten – Botschaften aus der Umgebung erhalten, die sie auf den falschen Weg geführt haben. Diese Einsicht bedeutet jedoch nicht, dass Betroffene in einer wehleidigen Opferhaltung verbleiben und sich nicht weiterentwickeln können. Methoden zu vermitteln, mit denen man seine Selbstwertschätzung eigenständig wieder fördern kann, war mir eine wichtige Motivation für die Verfassung dieses Buches.

Einige Anmerkungen zur Verwendung:

Anmerkung 1:

Wie Sie bemerken werden, entstammen etliche der zitierten Quellen, insbesondere zum Thema Narzissmus, dessen Dynamik ich im Hintergrund der Selbstwertstörungen oft entdecke, öffentlich zugänglichen YouTube-Videos. Denn:

1) Dazu findet sich (auch!) qualitätsvolle und aktuelle Information im Internet;

2) Für meine Leser(innen) entsteht der Vorteil, dass sie unmittelbar im Internet „nachhören“ können, um sich intensiver mit dem Thema zu befassen, etwa, um gegebenenfalls eine eigene Betroffenheit festzustellen.

Ich beziehe mich auf Familienmitglieder in den dargestellten Fallgeschichten zumeist als „möglicherweise mit starken narzisstischen Zügen“. Da diese Nahestehenden nicht persönlich anwesend sind, verbietet es sich, sie fern zu diagnostizieren. Selbstverständlich sind alle Fallgeschichten anonymisiert (mit falschem Namen), und unwichtigere Details sind soweit verändert worden, dass ein direktes Wiedererkennen der jeweiligen Person verhindert werden kann.

Anmerkung 2:

Was ist das Ziel der Behandlung? Worin besteht die Kur? Führt sie zur Selbstliebe? Auch wenn viele Menschen diesen Begriff sehr unschuldig verwenden und damit dem recht nahe kommen, was ich als Therapieziel ansehe, würde ich sagen: hoffentlich nicht. Denn die Unterscheidung zu einer narzisstisch-selbstmitleidigen und um sich selbst kreisenden Eigenbetrachtung wäre mir hier zu schwammig. Und all dies ist definitiv nicht unser Ziel, und steht auch nicht für seelische Gesundheit. „Selbstliebe“ käme zu schnell in den Geruch der Dynamik rund um den selbstverliebten Narziss aus der griechischen Mythologie, der in der äußeren Spiegelung seiner selbst auf eine fehlgeleitete libidinöse Besetzung für seine eigene Person stößt. Wer sein Selbstgefühl auf das Ausmaß von Aufmerksamkeit und Bestätigung aufbaut, das ihm von der Umwelt entgegengebracht wird, ist auf dem Holzweg – und erst recht, wer sich davon abhängig macht. Ein Beispiel: Wenn ich in einer kontroversiellen Diskussion meinen „Erfolg“ darin sehe, hohe Gesprächsanteile zu verbuchen oder Zustimmung zu erhalten, bin ich nicht bei der Sache, sondern bei mir selbst. Für andere ist dies zumeist langweilig.

Zurück zur Selbstliebe: „Liebe“ bezieht sich meines Erachtens stets auf etwas außerhalb unserer selbst: einen Menschen, ein Tier, eine Pflanze, für manche ist es Gott, dem sie Liebe entgegenbringen. Auch die philosophische Unterscheidung in „Agape“ (von Gott inspirierte, uneigennützige und mitleidige Liebe), „Philia“ (freundschaftliche Liebe, gelingender kommunikativer Austausch etc.) und „Eros“ (die sexuelle Liebe) bezieht sich jeweils auf ein „Du“ (in einer guten Partnerschaft sind diese drei vereint).

Das bedeutet immer, dass ich mit Einflüssen von außen einen – hoffentlich produktiven – Umgang finde, der mich selbst ebenfalls bereichert. Dagegen ist natürlich absolut nichts einzuwenden, im Gegenteil. Ich glaube jedoch, dass keiner dieser Begriffe dafür geeignet ist, das gute Verhältnis zu sich selbst zu beschreiben. Ich arbeite daher hauptsächlich mit den Bezeichnungen „Selbstwertschätzung“ und „Selbstfürsorge“. Die Selbstwertschätzung eines Menschen ist z. B. dann gut zu erkennen, wenn es um Abgrenzungsverhalten geht. Wie man sich behandeln lässt – oder eben nicht.
Wer eine fundierte Selbstwertschätzung vorzuweisen hat, ist, durch jahrelanges Training, versiert darin, sich abzugrenzen, falls notwendig. Also „nein“ zu sagen oder jemanden in die Schranken zu weisen. Im Idealfall existiert dafür eine ganze Klaviatur an Möglichkeiten. Die Grenzziehung kann also etwa, so oft wie möglich, sehr gnädig, respektvoll, humorvoll, über mehrere Umwege oder liebevoll-charmant erfolgen. Andere Male muss sie äußerst klar, unmissverständlich und im Notfall auch einmal scharf, sogar drohend oder angriffig platziert werden – je nachdem, was die Umstände erfordern. Die gelingende Selbstfürsorge zeigt sich in weitgehend bestehender Gesundheit, und zwar psychischer und physischer Natur. Seelisch hat man Ausgleichsmöglichkeiten für Stress gefunden, hauptsächlich in einer starken Verankerung innerhalb der eigenen Identität. Ich weiß also, wer ich bin und was ich brauche. Der Halt, den ich mir selbst gebe, kann durch die Anbindung an etwas Höheres mitbegründet sein, etwa durch Spiritualität und Religiosität. Denken und Fühlen sind eher positiv, so wird jede Gelegenheit genutzt, Freude, Dankbarkeit und Begeisterung zu empfinden, auch für Kleinigkeiten. Humor kann eine entscheidende Rolle spielen, Lachen ist heilsam. Selbstfürsorge bedeutet aber auch eine tragfähige Work-Life-Balance gefunden zu haben, die Be- und Entlastungsphasen kombiniert.

Wer auf dem zweiten Bildungsweg ein anstrengendes Studium absolviert, kann immer noch im Bereich der Selbstfürsorge agieren, solange die Belastung nicht auf unbegrenzte Zeit anhält und am Schluss eine substanzielle Verbesserung der Lebenssituation erzielt wurde. Gesunde Ernährung, Sport und Bewegung sowie eine vernünftige Pflege des eigenen Erscheinungsbildes sind Teil davon. Ich wähle für mein Leben also das aus, was für mich wahrhaft gut ist – übrigens auch im Beziehungssektor, um den sich dieses Buch hauptsächlich kümmern wird. Begleiten Sie mich also bitte auf einer Reise zu einem stimmigen und gesunden Verhältnis zu sich selbst!

 

Inhaltsverzeichnis

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